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Schon wieder so ein moderner Blödsinn im Saarland

2009-04-19
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

Wenn man den Namen Deutscher Fussball Bund hört, denkt man im ersten Moment an Michael Ballack, Jogi Löw und die Deutsche Nationalmannschaft. In der Tischfussballszene würde man den Namen DTFB mit Klaus Gottesleben und dem Nationalmannschaftskapitän Tim Ludwig verbinden. Aber an was denkt man im ersten Moment, wenn man den Namen STFV hört. Da fällt einem vieles ein. Auch vieles Positives.

Kommt auch vielleicht gerade darauf an, wo man ihn hört. Außerhalb vom Saarland gilt er als größter Verband mit zähem Intresse innovative Ideen umzusetzen. Innerhalb des Saarlandes gilt er als Non plus Ultra in Sachen Ligabetrieb, mit der Satzung als Herzstück die wiederum in der Umsetzung ebenfalls Stärken und Schwächen zeigt, wie die dubiosen Ordnungsstrafen für einen einzigen Zahlendreher in einer Passnummer zeigt, der dem Verein, bzw. dem größten Teil der Vereinen, 6€ wert sein muss.

An was man im Saarland im Zusammenhang mit dem STFV nicht denkt, ist zum Beispiel der Länderpokal, Toni Coppola oder die Saarlandauswahl. Das ist wiederum außerhalb vom Saarland anders. Da werden für den Länderpokal alle Kräfte mobilisiert und Euphorien ausgenutzt, um am 25 – 26.April 2009 ein starkes Team stellen zu können. Auch die Saarlandauswahl wird außerhalb vom Saarland sehr ernst genommen, weil der Kader viel versprechend zusammengestellt wurde. Denn obwohl der Länderpokal für Saarländer nur Auswärtstische zu bieten hat, und das ist der Bonzini ohne Zweifel auch, bietet die nominelle Besetzung Aussicht auf eine gute Platzierung.

Wehrmutstropfen und Euphoriebremse ist das Interesse des Saarlandes an dem sportlichen Highlight. Die Sache wiegt immer schwerwiegender, wenn man bedenkt, dass dieses Highlight auch noch im eigenen Saarland statt findet und der STFV Ausrichter dieses Länderpokals ist. Ein einziger kleiner Eintrag auf der Startseite findet man, wenn man sich die Mühe macht, auf der Startseite weit nach unten zu scrollen. Eine Veröffentlichung der aktuellen Nominierung des entgültigen Kaders oder gar die Bekanntmachnung des Freundschaftsspiel gegen Luxemburg am Wochenende davor, hätte man erwarten können, um nicht zu sagen, es wäre Pflicht gewesen, die Pflicht des STFV gewesen, innerhalb des Verbandes zu kommunizieren.

Eine Veranstaltung wie der Länderpokal müßte im Saarland zur Chefsache gemacht werden und auf der Website Monatelang an oberster Stelle stehen und mit aktuellen News über Saarlandauswahl und Vorbereitungen die Lust auf ein solches Event zu schüren. Die Realität zeigt aber, dass der STFV-Vorstand scheinbar meint, das es ausreicht den OTC Ottweiler mit der Ausrichtung zu beschenken und Toni Coppola mit dem Teamchefposten der Saarlandauswahl zu beehren. Weitere Unterstützung fehlt es an Notwendigkeit, macht unnötig Arbeit und soweiso hat die große Gemeinschaft der STFV-Spieler eh kein Interesse an Soccer, Bonzini, DTFB, ITSF und dem ganzen anderen modernen Blödsinn.

Man kann über viel Arbeit und wenig Zeit diskutieren. Aber wenn in einem Verband nicht mehr die Zeit der Aufwand möglich ist, Eine Saarlandauswahl bekannt zu geben, oder die eigene Ausrichtung des Länderpokals im eigenen Land standesgemäß zu kommunizieren, sollte man seine eigene Strukturen hinterfragen. Eigentlich könnte man dem Verhalten des STFV berechnende Absicht unterstellen. Eine Art Boykott von allem was mit DTFB und innovativem Tischfussball zu tun. Aber das widerspricht sich mit der Aussage von Dieter Peuser der dem Austritt aus dem DTFB bei der Generalversammlung eine klare persönliche Absage erteilte.

Also bitte woran liegt es, dass man den nationalen Wettbewerb auf der Bundesliga dem Zufall überlässt, und ein großes Highlight im Saarland, wie der Länderpokal und der Saarlandauswahl als Repräsentant des STFV quasi kein Interesse widmet. Auch in der Runde der 10 Auswahlspielerinnen und Spielern konnte man diesbezüglich im Vorfeld auf das Freundschaftsspiel gegen Luxemburg Unverständnis und Enttäuschung. Trotzdem ist man sich im Team einig, dass man alles versuchen wird, das Saarland im eigenen Land ordentlich zu vertreten. Im eigenen Land mit Unterstüzung des eigenen Publikums wird wohl eher ein Wunschtraum bleiben. Denn im Saarland hat keiner mitbekommen, dass sich nächste Woche die Tischfussballelite aus Deutschland mit den Saarländern, im Saarland, messen kommt.



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