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Bist Du ein Spitzenspieler – dann komm vorbei!

2010-05-27
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

Am Samstag den , :-) steht noch nicht fest :-), gehen wir auf die Suche nach Spitzenspielern.

Datum: noch offen (Samstag)
Ort: Noch offen – Vorschläge werden gerne angenommen
Beginn: 14h
Startgeld: 20€
Disziplin: Offenes Einzel (Doppel wird beim 2.ermin gespielt)
Modus: 4 Vorrunden-Spiele – alle kommen weiter – danach KO (3 Gewinnsätze bis 5 Tore)
Spieltisch: Handsberg
Es wird nach dem Regelwerk des Weltverbands ITSF gespielt.



Liebe Tischfussballfreunde. Das Saarland ist von den Mitgliederzahlen mit großem Abstand der größte deutsche Tischfussballverband. Doch sportlich hat man die Spitzensposition in Deutschland schon lange verloren. Dies liegt nicht allein daran, dass der deutsche Einheitstisch ein Soccer ist. Auch im Vergleich von Handsberg/Soccer hingen die Trauben in den letzten Bundesligajahren dieser Ära für Saarländer viel zu hoch. Um sportlich den Anschluss nicht zu verlieren oder ihn wieder zu erlangen, wurde bisher von Verbandsebene noch nicht mal der erste Schritt getan.

Ein Grund warum das Saarland mehr und mehr an Niveau und Spielstärke verliert ist der steigende Altersdurchschnitt und dem damit verbundenen sinkenden Ehrgeiz und Spieltrieb. Ein weiterer Grund ist das fehlende Turnierangebot und dem damit verbundenen fehlenden Wettkampf und Anreiz zu Höchstleistungen. Der Spitzensport im Saarland reduziert sich auf die Ligaspiele, die sich auf 2 Sätzen am Freitag-Abend beschränken. Die Tatsache, dass die höchste saarländische Liga seit Jahren nur von 1 oder 2 Teams angeführt wird, ist im Bezug auf Anreize ebenso kontraproduktiv.

Man muß aber keine 20 Jahre alt sein, um auf hohem Niveau Tischfussball zu spielen, was die beiden aktuellen Weltmeister im Doppel Steve Mc Millin und Dave Gummerson beweisen.

Unter dem Motto „Spitzenspieler gesucht“ versuche ich die Spitzenspieler aus dem Saarland an den Tisch zu bekommen, dass sie sich gegenseitig in heißen Matches, auf interessanten Turnieren zu Höchstleistungen pushen um so Vorbilder und Statussymbole für junge Spieler zu werden.

2 Dinge werden den meisten zu denken geben.

Zum einen das neue Regelwerk. Sicher wird es Spieler geben, die daran für sich einen Nachteil sehen. Dies ist vielleicht Anfangs auch der Fall, wird sich aber schnell relativieren. Es wird immer ein Schiedsrichter am Tisch stehen, der in erster Linie nicht richtet sonder aufklärt. Es macht keinen Sinn, Spitzenspieler zu formen, und dann ein ausgedientes Regelwerk zu spielen. Spitzenspieler sollen irgendwann einmal das Saarland auf Internationaler Ebene vertreten. Um diese dort hin zu führen, ist die Umstellung beim Regelwerk ein erster, und der einfachste Schritt, um diese Idee nicht schon in der Entstehung zum Scheitern zu bringen. Wenn sich die Topspieler erst mal an das Regelwerk gewöhnt haben, an dem die ganze Welt spielt, wird die Scheu vor einem ITSF-Tisch auch verringert werden.

Der zweite umstrittene Punkt wird sicherlich das Startgeld in Höhe von 20€ sein. Der Spitzensport im Saarland schläft und die Spitzenspieler, die in der Regel auch Zocker sind die den Adrenalin brauchen, müssen aufgeweckt werden. Sollte dieses Turnier zu Stande kommen, hätte man bei 10 Teilnehmern ein Preisgeld von 200€. Eine Summe, für die es sich lohnt Mühe und Schweiß in die Waagschale zu werfen. Aber wer sich als Spitzenspieler fühlt, und sich der Konkurrenz stellt, der investiert auch 20€. 10 Jacky Cola kosten an der Theke mehr Geld und sind weniger wert.

Es werden Spitzenspieler gesucht, oder welche die es werden wollen. Wer die Herausforderung an nimmt, und sich nicht hinter den 2 Sätzen am Freitag Abend in einem Zwölfer-Team verstecken will, kommt vorbei.



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