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Starkes Feld beim Weihnachtsturnier

2008-12-24
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

Gespickt mit aktuellen und ehemaligen Saarlandmeistern war das 42 Doppel zählende Starterfeld des Weihnachtsturnier 2008 in Bliesen 1 Tag vor Heiligabend. So gaben sich die aktuellen Saarlandmeister Jennifer Baldes, Markus Pinter, Gerhard Krotten und Timo Klaumann in Bliesen die Ehre. Aber auch Doppel wie Schmidt Wolfgang / Becker Klaus, Grün Frank / Hoffmann Michael oder Sträßer / Fries, um nur einige zu nennen, ließen das Teilnehmnerfeld zur hohen Qualität verkommen.

Das Rennen machten am Ende allerdings andere. Im Finale standen 2 Doppel, die auch die Vorrunde erfolgreich abschlossen. So erreichten Lambert/Eberle nach Siegen gegen Schmidt Wolfgang/Becker Klaus, Sträßer Stephan/Fries Frank und Blaumeiser/Stalter das Finale und waren dort Wolfgang Lawall und Ulf Gabriel.

Eben diese beiden, die doch in Vergangenheit ihre Zeit mit Tecball-Turnieren und Soccerspielen verplämperten. Doch irgendwie scheint dieses Spiel auch positive Rückkopplung auf das Handsbergspiel zu haben. So marschierten sie, unauffällig aber Effektiv, durch die Vorrunde mit Platz 1 und bestätigten diese Leistung auch in der KO-Runde, die als Sieger logischerweise ohne Niederlage überstanden wurde. Lediglich im Halbfinale machten die späteren Sieger die Sache etwas spannender, als sie die erste Hälfte der Partie gegen Weiler/Fuhrmann nach 3:7 Rückstand etwas verschliefen, dann aber das Match noch mit 9:8 für sich drehen konnten. Wolfgang Lawall fiel im Verlaufe des Turniers als konzentrierter und solider Unterstützer von Gabriel auf, der mit starker 3er Reihe und Schüssen in alle Richtungen kaum zu stoppen war.

Wolfgang Lawall ist ein Paradebeispiel dafür, dass man auch im fortgeschrittenen Alter nie zu alt für einen neuen Tisch ist, und dass ein solches Engagement mit den neuen gesammelten Erfahrungen auf Internationalen Turnieren in den letzten Monaten auch am Heimtisch Früchte tragen kann. Der genau bekennende Gegensatz von Lawall ist Thomas Ott, dessen Hoffnung auf eine finanzielle nachträgliche Unterstützung des kürzlich verbrachten Skiurlaubs von Horst Braun und Michael Limburg zu Nichte gemacht wurde. Trotz erhöhter Preisgeldauszahlung bis Platz 6 Reichte es mit Platz 9 nicht zu einem öffentlich erhofften nachträglichen Urlaubsgeld.

Zum Abschluss noch ein Resumee zum Ablauf. Sicher ist das Turnier in Bliesen mit 42 Doppel an 3 Tischen an seine Grenzen gestoßen und hat die Kapazität der Schoppenstube eindeutig überschritten. Im letzten Jahr waren in Bliesen noch 27 Doppel am Start und es wurden 5 Vorrundenspiele absoluviert. In diesem Jahr wurde die Vorrunde schon in der Ausschreibung auf 3 Spiele reduziert. Der sich dadurch versprochen Zeitpuffer, wurden durch die 15 Doppel Beteiligungsteigerung aufgebraucht. Die vom Veranstalter selbst vorgegebene Zeitspanne von 7 Stunden, wurde um 3 Stunden überzogen. Trotzdem sind 10 Stunden für ein Turnier mit 42 Doppel an 3 Tischen mit Vorrunde und Ko-Runde ein guter Zeitlicher Schnitt. Es wurden 63 Spiele bis 6 Tore und 31 Spiele bis 9 Tore absolviert. Vergleicht man das mit manch einem Ranglistenturnier, bei dem teilweise zwischen 15 bis 25 zur Verfügung stehen, ist das ein Zeitschnitt, der nicht zu übertreffen ist.

Dies ist nur möglich, weil 1. die Partien schon aufgerufen werden, obwohl am gleichen Tisch noch gespielt wird und 2. die Turnierteilnehmer das System annehmen und auch unterstützen. Mit dieser Maßnahme sind die 3 Tische immer voll ausgelastet und die Zeit zwischen geschossenem Matchball und neu aufgenommener Partie wird auf ein Minimum reduziert. Leer stehende Tische durch Ergebnismitteilung, Turnierlogistik, neuem Aufruf und Spielaufnahme fallen weg, da dies während den Spielen und nicht zwischen den Spielen passiert. Dies geht sicherlich auf Kosten einer gewissen Bequemlichkeit der Turnierteilnehmer kommt aber unter dem Strich allen Turnierteilnehmern zu Gute.

Das nächste Weihnachtsturnier wird sicher flexibler geplant werden. So werden 4 Tische bereit stehen und der Turniermodus den Teilnehmern angepasst werden müssen. Eine Teilnehmerbegrenzung ist sicher das letzte Mittel, müsste aber ggf. auch in Erwägung gezogen werden.

Vorrunde
Ko-Runde
Spielplan



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