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World Cup in Nantes 2011 - Der erste Tag

2011-01-06
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

Erster Wettkampftag bei der WM in Nantes. In den diversen Einzel- und Doppeldisziplinen standen die Qualifikationsrunden auf dem Programm, bevor es im Einzel am Abend in die KO-Runde ging. Für Deutschland endete dieser Tag wieder mit einem Medaillenregen.

Eine für den dritten Platz erreichte der einzige Saarländer Josef Cornelius im Senioren Einzel. Ein verdienter Lohn für einen Spieler der gerne Tischfußball spielt, einen modernen Weg mit geht und dabei den sportlich widrigen Bedingungen im eigenen Land trotzt. Unterlegen war Cornelius im Halbfinale nur dem Topfavorit Ulrich Stoepel. Und dies erst nach spannenden 5 Sätzen. Dabei sollte man die unterschiedlichen sportlichen Bedingungen betrachten. Stoepel spielt überwiegend an Soccer-Bauarten unter ITSF Bedingungen. Cornelius hat vielleicht 2-3 Mal im Jahr Spielpraxis an seinem Heimtisch Bonzini und ist ständig damit beschäftigt den Spagat von saarländischen Einfallslosigkeit zum modernen Tischfußball zu schaffen. Aus diesem Grund ist dieser 3.Platz fast schon weltmeisterlich. Ulli Stoepel holte im Final dann auch Gold für Deutschland und wurde seiner Favoritenrolle gerecht.

Die Medaillen 3 und 4 besorgten Sabine Steinlechner und Sandra Ranff im Damen Einzel. Dabei hatte die unterlegene Steinlechner das deutlich schwerere Programm. So besiegte sie im Viertelfinale Asimenia Kiroglou und anschließend im Halbfinale die Top-Favoriten Verena Rohrer aus Österreich. Am Ende im Finale war die Kraft aufgebraucht und die fast schon ausgeruhte Sandra Ranff fuhr die Titelverteidigung souverän nach Hause.

Im Junioren Einzel sorgte Marlin Sielfeld mit dem 3.PLatz für Medaille Nr.5 für Deutschland.

Das Herreneinzel war vom großen Favoritensterben geprägt. Mares, Dos Santos und Sabater flogen schon in der Quali raus. Wahle schlug Atha 3:0, Hunsdorfer besiegte Sprederman deutlich, und im Viertelfinale besiegte Tom van de Cauter den Titelverteidiger Ryan Moore.

Ähnlich wie Steinlechner musste Ruben Heinrich im Herren Einzel schwere KO-Runden absolvieren. Mit Frederic Fleurot, Pavol Kovacik, Kevin Hundstorfer und Paul Nunez, der vor großer eigener Kulisse chancenlos war, spiele er sich mit großem Kampf und toller Leistung ins Weltmeisterschaftsfinale wo Frederic Collignon wartete. Gegen den mehrfachen Weltmeister war Heinrich dann zwar Endstation, aber mit dem Vizeweltmeister und eine Silbermedaille für Deutschland war Heinrich der Mann des Tages in Nantes.

Mit solchen Resultaten kann es weiter gehen. Wir sind auf den Freitag gespannt, wo die Nationalmannschaft zur Quali ran muss und die Weltmeister im Doppel ermittelt werden.



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