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World Cup in Nantes 2011 - Die Klassiker

2011-01-08
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

Der Samstag der WM in Nantes steht in der Regel für die ersten Show-Downs der Mannschaftswettbewerbe. Für Deutschland waren 4 Teams am Start. Damen, Herren, Junioren und Senioren.

Für die Junioren als Titelverteidiger war im Halbfinale leider schon Endstation. Gegen Österreich mussten sie sich ganz knapp geschlagen geben.

Bei den Senioren waren die Teams aus Frankreich, USA , England und Deutschland am Start. Diese 4 Teams bildeten das Halbfinale. Deutschland hatte es mit England zu tun. Mit einem klaren 3:0 schickte man die Jung um Boris Atha zurück auf die Insel. Dabei kam es der Mannschaft zu Gute, dass sie mit vielen Tornado-Spezialisten bestückt war. Das Team war von Josef Cornelius optimal zusammen gestellt. Kircher/Stachowiak mußten im ersten Doppel in den 3.Satz. Den entschieden klar mit 5:2 für sich, was das 1:0 in der Gesamtwertung für Deutschland bedeutete. Im ersten Einzel ging Heinz Kiessling gegen Boris Atha, der Tags zuvor noch im Offenen Doppel-Finale stand, ans Brett. Auch hier mußte der 3.Satz die Entscheidung bringen. Nach hartem Kampf, etwas Glück und vielen verbrauchten Nerven, sorgte Kiessling für das 2:0. Das Tor zum Finale war weit geöffnet. Kiessling selbst, mußte im 2.Doppel mit Detlef Freitag an dem Tisch. Die beiden Kulmbacher nutzten den Gedeckten Tisch und schossen mit einem klaren 2:0 Deutschland ins WM-Finale der Senioren. Hier wartet am Sonntag die USA. Die Wiederauflage des Finals von 2010.

Nicht so klar war das Damen-Halbfinale. Das ewige Duell Frankreich gegen Deutschland. Im letzten Jahr hatte die Mädels aus Frankreich noch die Nase vorn. Doch dieses Mal drehten die Deutschen Damen den Spieß um und zogen ins Finale ein, wo am Sonntag Österreich als Gegner um den WM-Titel wartet.

Auch bei den Herren hieß der Gegner der Deutschen in der KO-Runde Frankreich. Die Hütte war voll, die Leitungen zur Live-Übertragungg geschaltet und alles war angerichtet für einen Fight der Equipe de France vor eigener Kulisse und dem erwarteten Einzug ins Halbfinale.
Doch da hatten ein paar Deutsche was dagegen und erwiesen sich als große Spielverderber. Vor einem Millionen Publikum auf Eurosport 2 zog Ingo Auf der Heide den Franzosen den ersten Zahn, in dem er Adel Yousfi, dem Medienstar, gleich in der ersten Partie am Bonzini den Satz klaute, um dann am Tecball den Punkt heim zu fahren.1:0

Für Frankreich nur ein Unfall. Gael Lagrange und Julien Lepecq würden es sicher wieder richten. Als Spaßbremse schickte Deutschland Thierry Müller und Ulli Stoepel aufs Feld. Im ersten Satz waren die Deutschen nah an einem weiteren Erfolg am Bonzini dran. Doch Lepecq hatte keinen Fehlschuss auf der 3er Reihe und der Satz ging knapp 4:5 verloren. 5:1 hieß es dann am TecBall für Müller/Stoepel. Es folgte der Tiebreak. Hier waren Müller und Stoepel dann nicht mehr zu stoppen. Direkt ein Minibreak am Bonzini. Müller baute nun die Mauer vor dem Tor auf, und dann 2 Tore am Tecball sorgten für die Vorentscheidung, was den Deutschen auch reichte um den Satz nach Hause zu bringen. Deutschland führte 2:0.

Auf dem zweiten Einzel sollte nun schon wieder so ein Spielverderber folgen. Ruben Heinrich, der Vizeweltmeister, knackte direkt im ersten Satz wieder den Franzosen Dos Sandos am Bonzini, ehe er am TecBall für das deutliche 3:0 sorgte. Für Frankreich vor großer Kulisse eine Demontage und für Deutschland vor Millionenpublikum aus der ganzen Welt Werbung in eigener Sache, von der man noch lange erzählen kann. Nach 2006 meldete sich das deutsche Herrenteam mit einer klasse sportlichen Leistung beim der WM zurück. Mit dieser Einstellung und Leistung, wird es für jedes Team der Welt schwer, die deutsche Mannschaft zu schlagen.



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