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Bonzini - die Richtige Entscheidung

2010-03-03
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

Die ersten beiden Spieltage der neuen, und außergewöhnlichen Saison sind gespielt. Freunde und Kritiker haben ihre Erfahrungen gesammelt. Besonders im Focus standen die Partie von Spiesen in Ottweiler am 1. Spieltag, und die Partien in Burbach und Bliesen am 2.Spieltag.

Spiesen ging in Ottweiler 20:4 unter. Die Kritiker stellten richtig fest. Am Hansberg wäre die Partie knapper ausgegangen. Ottweiler war am Bonzini vorbereitet. Mit dem Startschuss am 30.01.2010 wurde dort sicher Bonzini regelmäßig trainiert. Außerdem besitzt Ottweiler Ausnahme-Bonzini-Spieler wie Klaus Bock, Claus Cornelius und vor allem die Senioren Weltmeister Josef Cornelius und Wolfgang Lawall. Und trotzdem schaffte es eine dezimierte Spiesener Mannschaft 4 Punkte zu holen. Ein Statement aus Spiesen lautete, mit etwas längerer Vorbereitungszeit, wäre es noch besser gelaufen und die eigenen Spieler seien ohne Training gut an dem Tisch zurecht gekommen.

Blicken wir auf den 2. Spieltag. TheMa trat mit nur 5 Doppel an. Man muss, und tut es auch, der Aussage Glauben schenken, das man Krankheitsbedingte Absagen hin nehmen musste, die zu dem geschenkten Doppel führten. Betroffen davon war Lothar Urhahn. In Paris war er einer von den überzeugten Bonzini-Spielern die das gewaltfreie Spiel genießen konnten. So ein Spieler tritt in Burbach nicht wegen dem Bonzini nicht an. Da ist sicher eine Krankheit der Grund.

Die Partie stand sicher im Einfluss der Tischentscheidung und es gab in der Vergangenheit schon interessantere Vergleiche. Die wurden in diesem Fall in die final four Runde verschoben. Aber auch TheMa hatte geübte Bonzini-Spieler in seinen Reihen wie Elmar Feit, der schon mal Saarlandmeister an diesem Tisch war. Was diesen Spielern fehlte war die Auffrischung ihrer Künste.Sprich Training. Feit lies 4 Punkte gegen Eckhard Kauth liegen, der vor 3 Wochen zum ersten Mal Bonzini spielte. Dass dies niemand falsch versteht. Es geht in diesen Zeilen nicht um Einzelkritik der Spieler und Leistungen. Wenn der Bonzini doch dem Hansberg gegenüber so fremd ist, wie kommt es dann, dass ein vor 3 Wochen noch unbetuchter Spieler, 4 Punkte gegen einen ehemaligen Saarlandmeister erreichen kann?

Auch Krotten/Bernarding schafften ohne jede Vorbereitung gegen Martin Drumm einen Punkt, der wiederum viele Trainingseinheiten am Bonzini hinter sich gebracht hatte. Jo Bernarding hatte dabei leider nur 2 Bälle, die er aber beide versenkte. Alles ohne Training an einem so fremden Tisch.

Auf nach Bliesen, wo die größte Sensationen des Spieltags zu sehen war. 19:5 besiegte das eine Bonziniteam das andere. Aber wie konnte es dazu kommen? Das ein geübter Turnier-Bonzinirer wie Marco Schmidt gegen einen normal Bonzinirer 3 Punkte abgibt lässt sich noch mit „schlecht gelaufen“ erklären. Nachdenklich müsste man werden, wenn Neu-Bonzinier wie Klemm/Hammel den 2 Weltmeister-Bonzinirer Lawall/Cornelius Claus 3 Punkte abknöpfen, obwohl dass doch jetzt eine ganz andere Sportart ist. Weitere 4 Punkte steuerte Stephan Strässer gegen Klaus Bock bei. Strässer Bonzini-3 Wochen-Neuling. Bock Bonzini-Erfahrener Saarlandauswahl Spieler. Und das am Ende Schoenecker / Schoenecker sich in den letzten 5 Jahren irgendeinen Status am Bonzini an trainiert hätten ist mir auch neu. Auf jeden Fall hat ihre Klasse gereicht, um einen Josef Cornelius 3 Punkte ab zu knöpfen.

Die eigentliche Erkenntnis ist eine ganz andere. Im Grunde ist die Entwicklung so, wie sie von Bonzini Erfahrenen voraus gesagt wurde. Der Bonzini ist nicht weit weg vom Hansberg und mit etwas Offenheit was Neuem gegenüber und natürlich Training, kann man seine Spielweise vom Hansberg auch an diesem Tisch um setzen. Es ist schade, dass es Leute gibt, die zu diesem Thema Kritik und Missmut äußern, ohne sich ernsthaft mit dem Tisch für ein paar Stunden auseinander gesetzt zu haben. Denn nur dann könnten sie sich eine objektive Meinung bilden. Das erwarte ich von jedem, der Wert auf seine Glaubwürdigkeit legt. Zu dem fehlt mir von den Gegnern der Bonzini-Entscheidung ein schlüssiges Konzept, wie ein Verband ohne Tischhersteller seine Zukunft planen soll. Die rein juristische Anwesenheit der Fa. Paulus reicht mir da nicht. Mit den Ergebnissen der letzten Wochen, war die Einführung des Bonzini die absolut richtige und auch notwendige Entscheidung. In quasi letzter Minute hat man auf Verbandsebene einen Weg eingeschlagen, der nicht mehr steil in Richtung Isolierung führt.



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