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Sieg im Gipfeltreffen geht nach Heusweiler

2011-03-19
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

17 Doppel traten am 19.03.2011 im Checkpoint zum Gipfeltreffen an. Der Tatsache wegen, dass insgesamt 1000€ Preisgeld, bei 25€ Startgeld pro Person, ausgeschrieben waren, konnte man im Teilnehmerfeld eine ganze Reihe Top Doppel verzeichnen.Aber auch eine Hand voll Underdogs trauten sich den Sprung ins Haifischbecken.

Zum Vorglühe wurde die Vorrunde auf 4 Spiele fest gesetzt. Hier wurde auch das erste Ausrufezeichen gesetzt. Denn unter der riesigen Sammlung von Saarlandmeister setzten sich Christian Albert und Karsten Gerhards am Ende der Vorrunde auf Platz 1 Fest. Losglück? Nein danke! Bock(vielfacher SM)/Becker (SM 2010)und Kosar(SM 98, 2005)/ Wolfanger(SM 2000/2005) wurden bei einem Satz bis 6 Toren besiegt.

Beim Start in die KO Runde waren alle Teams noch im Boot was den Teilnehmern zusätzliche Spielpraxis für das Startgeld garantierte. Bei 3 Gewinnsätzen pro Satz bis 5 Tore wurden die Topspieler auf Herz und Nieren getestet. Bei dieser Spielform reicht es nicht mal ne gute halbe Stunde zu haben, sondern es gewinnt nur eine konstant gute Leistung.

2 alte Bekannte waren nun auch wieder zu hören. Rammo(SM2007)/Weber hatten es in der ersten Runde mit Kosar(SM 98, 2005)/ Wolfanger(SM 2000/2005) zu tun. Der selbst gewählte Weg ins Tischfussball-Irgendwo ließ die beiden ehemaligen Rodener in Vergessenheit geraten. Nun waren sie nach ihrer Zeitreise wieder in der Gegenwart angekommen, die gleichzeitig die Erinnerungen an die Vergangenheit der Burbach/Roden Duelle weckte. Die Partie wurde lautstark kommentiert und mit tollen Aktionen unterstrichen. Am Ende setzen sich die aktuellen Landesligisten im 4.Satz durch und schickten das Doppel aus Hülzweiler in die Verliererrunde.

In einer anderen Partie in der 2. KO Runde trafen die späteren Finallisten aufeinander. Kühnreich(SM2009)/Schmidt(SM2009) trafen auf Coppola(SM1999/2008)/Klaumann(SM2009). Beide Teams hatten anfangs Schwierigkeiten auf Betriebstemperatur zu kommen. Entscheidender Mann in dieser Partie war Markus Kühnreich, der viele Bälle von Coppola blocken konnte und somit den 4 Satzsieg sichern konnte. Das Überraschungsdoppel Gerhards/Albert konnten sich auch in der KO-Runde gegen Landesligisten Behaupten. Schepper / Murer waren von der Vorrunde der Beiden scheinbar nicht gewarnt genug und mussten die Heimreise antreten.

Die KO Runde wurde wieder in 2 Hälften unterteilt. Die ersten Runden im Doppel-KO bis nur noch 8 Teams im Rennen waren. Also Viertelfinale. In dieser Runde wurde jedem aus der Gewinner runde ein Team aus der Verliere runde zu gelost, um dann im Einfach KO bis ins Finale zu spielen.

Die Begegnungen lauteten:
1. Bock / Becker – Limburg / Woll
2. Wolfanger / Kosar – Coppola / Klaumann
3. Schmidt / Kühnreich – Gerhards / Albert
4. Glocker / Ingenbrand – Rammo / Weber

Satz für Satz und Match für Match übertraf sich an Spannung und großem Tischfussball. Es knisterte in jedem Satz und auch wenn ein Doppel scheinbar hoffnungslos zurück lag, so war die Chance bei einem Satz bis 5 Tore immer da, sich mit einem gewonnenen Satz zurück ins Match zu kämpfen. So konnten man sich selbst bei einer 2:0 Satzführung keine Ruhepause in einem Satz gönnen. Die Partie Schmidt / Kühnreich gegen die Underdogs Gerhards/ Albert ging sogar in die Verlängerung wo die Favoriten aus Burbach 3 Matchbälle abwehren mussten, um dann am Ende mit 9:7 im 5.Satz als Sieger vom Brett gehen zu können. Ebenfalls in den 5. Satz ging die Partie Bock / Becker gegen Woll / Limburg. Beim Stand von 3:1 für die Wiebelskircher im letzten Satz war Christian Woll plötzlich aus dem Spiel wodurch die amtierenden Saarlandmeister die Partie zu ihren Gunsten drehen konnten. In der Partie Kosar / Wolfanger gegen Coppola Klaumann, war es Mehmet Kosar, der ohne Fehlschuss zu glänzen wußte, bevor er keine Ballkontakte mehr haben durfte. Toni Coppola hatte Rudolf Wolfanger fest im Griff. Keine Tore und keine Pässe gelangen dem Mann aus der Defensive. Im 4. Satz fand Kosar wieder ins Spiel. Doch der Wechsel von Coppola in die Defensive, zahlte sich für die beiden Heusweilerer aus. Coppola konnte mehrere Bälle in Folgen von Kosar blocken, und seinen Vordermann im Spiel halten. Timo Klaumann konnte vorne dann den Sack zu machen. Das 4. Viertelfinale ging mit 3:0 für die beiden Burbacher aus.

Glocker / Ingenbrand verloren dann im Halbfinale mit dem gleichen Ergebnis gegen Coppola / Klaumann. Letztere dominierten die Partie und nur im 2.Satz bestand die Chance auf einen Satzgewinn für die Burbacher. Spannender ging es im anderen Halbfinale zu. Schmidt / Kühnreich gingen gegen Bock / Becker wieder über 5 Sätze letztlich mit dem Sieg der Saarlandmeister von 2009 über den Saarlandmeister 2010.

. Die Verlierer der Halbfinals waren automatisch dritter. Das Finale bestand daraus, dass Timo Klaumann seinen Stürmer Coppola mit Bällen bediente, der auf der 3er Reihe zu später Uhrzeit kaum noch zu stoppen war. So ging der Titel des ersten Gipfeltreffen an ein Doppel des amtierenden Mannschafts-Saarlandmeister. Leider war aus diesem Team auch nur ein Doppel am Start, war für einen Saarlandmeister beim höchst dotierten Doppel Turnier, im Saarland, am Hansberg, aller Zeiten als schwach einzustufen ist. Auch die Gut Stubb Neunkirchen war nur mit einem Nachwuchsdoppel am Start.

Das Gipfeltreffen wird seine Fortsetzung finden und hier werden sich in Zukunft diese Spieler aus dem Saarland treffen und wieder finden, die den direkten Vergleich mit der Elite suchen und nicht scheuen. Am Ende eines solchen Tages wissen die Spitzenspieler was sie geleistet haben. Aber auch nur im Umfang und dem Anspruch eines solchen Turniers bekommen die Spitzenspieler ihr Niveau zurück, dass sie in den letzten 10 Jahren verloren. Es werden aber auch Änderungen und Anpassungen notwendig sein. Wir werden den Spitzensport nicht fördern können, wenn man mit Eiern spielt, die beim Führen die meiste Aufmerksamkeit bedarft, oder ein Standpass, der die Technik auf der Mittelreihe verkümmern lässt.Darauf werden sich Spitzenspieler einstellen und auseinander setzen müssen, wenn sie diesen Status erlangen oder nicht verlieren wollen.



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