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Abfahrt Richtung 2012

2011-08-23
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

Der Kampf der Bonzinigegner geht mittlerweile in die 2.Runde. Mit dem geschenketen Spiel des TFC Wiebelskirchen kommen Spekulationen auf, die das konsequente Ablehnen des Bonzini seitens der Wiebelskircher als Grund für das geschenkte Spiel in den Vordergrund stellen. Abenteuerlich, eine solche Annahme. War doch die offizielle Begründung bei der Spielabsage aus Neunkirchen die kurzfristige Absage einiger Spieler. Und von konsequenter Ablehnung kann schon gar nicht die Rede sein, wenn man eine Woche zuvor noch 8 Punkte beim TFC Bliesen am Bonzini erkämpft hat.

Doch was erreicht man mit einer solchen ablehnenden Haltung, wie sie nicht nur aus Wiebelskirchen zu hören ist. Ist man ernsthaft der Meinung, mit diesem Verhalten würde man für 2012 was in eine andere Richtung bewegen können? Die Befürworter des modernen Tischfussball treiben zur Zeit die Entwicklung voran. Es gibt Challenger Turniere, Junioren Mannschaften auf der Bundesliga, die Senioren fahren zu Bundesliga und die Saarlandauswahl war in diesem Jahr wieder beim Länderpokal. Auf der Bundesliga sind die Saarländer nicht mehr hoffnungslos ausgeliefert und auch im Saarland selbst wächst mehr und mehr das Bewusstsein über die Notwendigkeit des neuen Tisches.

2012 wird es eine Spitzensportliga im Saarland geben. Wie die genau aus sieht steht noch nicht fest. Vielleicht Multitable mit Bonzini/Hansberg, einem überarbeiteten, angelichenen Regelwerk und vielleicht am Ende im Playoff Modus. Man kann sicher sein, dass Mannschaften wie Burbach, Bliesen, Ottweiler, aber auch die Gut Stubb dabei sein werden. Denn diese Liga wird die Vorzeigeliga im Saarland sein und da läßt sich ein Verein wie die Gut Stubb nicht lange bitten. Vielleicht kommen noch weitere Landesligisten dazu. FriBi hat sich ja nicht ohne Grund einen neuen Bonzini gekauft. Auch die Reserven aus Burbach und Gut Stubb nehmen die Entwicklung an diesem Tisch an. Schnell bekommt man eine eventuelle Oberliga zusammen, die auch mit Mannschaften aus den unteren Regionen, wie Trier oder Schwarzenholz mit viel Leben zu füllen ist.

Als Vertreter aus Burbach wird man oft gefragt, was es einem bringt die Gegner an Heimspielen Hoch zu besiegen. Die Frage ist aber eher, bringt es einem was, seine Ligaspiele am Bonzini zu spielen? Die Antwort ist ja! Dadurch bekommt der Tisch im Training und in der Vorbereitungsphase auf ein Ligaspiel eine hohe Priorität. Würde man das Ligaspiel am Hansberg spielen, würde der Bonzini in der Ecke stehen.

Die Frage die ich mir stelle, ist eine andere. Was bringt es mir als Mannschaften wie Heusweiler oder Wiebelskirchen in einer Klasse ohne Burbach und die Gut Stubb zu spielen. Diese Vereine waren in den letzten 20 Jahren das Salz in der Landesliga-Suppe. Eine Eliteliga im Saarland wird wachsen. Junge Leute werden versuchen in diese Liga vor zu stossen. Aber in der übrig gebliebenen, von unten aufgestockten Landesliga wird die Lethargie der letzten 5 Jahre fort geführt. Ich bin mal gespannt, wieviel Reiz die Klasse noch für Spieler wie Coppola, Wolfanger und Hoffmann (ehemals Pulvermüller) haben wird, wenn in der anderen Klasse der Weg zum Live-Fernsehn geebnet wird und Spiele gegen die Traditionsvereine wie die Gut Stubb Neunkirche und Braddock Burbach in dieser Liga nur noch aus der Vergangenheit bekannt sind.

Ich denke dies ist in diesem Lager keinem so recht bewusst. Daran bewirken die Zeilen dieses Textes auch nichts. Hier gilt nur lernen durch spüren. Zudem ist aus dem Lager der Ultrafront auch pro Hansberg noch nichts zählbares gekommen. Man verfolgt weiter das Konzept der letzten Jahre. Zehren wir davon, was in 35 Jahren aufgebaut wurde und reden wir uns die derzeitige Entwicklung weiter schön. Doch der Zug in Richtung 2012 steht am Bahnsteig. Und von den Leute, die trotzig am lehren Bahnsteig auf der anderen Seite gegenüber stehen, kommt neben dem konzeptlosen Gemecker, höchstens noch ein unsportlicher Boykott. Ein Boykott der die Anerkennung der sportlichen Geste der Final Four mit Füssen tritt. Die nimmt man dankend an, und boykottiert fleissig weiter. Nur Boykott steht in einem Sport und Wettkampfverband auf dem letzten Tabellenplatz und das sehen auch viele unentschlossene Beobachter.



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