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Friessem im Offenen Einzel in Liverpool auf Platz 2

2013-02-26
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

Das Wochenende vom 15 bis 18 Februar sollte wieder ein Tischfussball Cocktail der Extraklasse für mich parat halten. Freitag Abend Ligaspiel in Luxemburg und Samstag Morgen zum Flieger nach Manchester, um beim ITSF Masters in Liverpool am Start zu sein. Im Ligaspiel reichte es zu 3 Unentschieden was lediglich 3 Mannschaftspunkte für den KC Aiglon bedeuteten. Um 4:45, nach 4 Stunden Schlaf, in den Regionalexpress nach Frankfurt Airport. Der Übergang zwischen Ankunft mit dem Zug um 7:20 und Abflug mit Lufthansa um 8:15 ist eh schon sehr knapp, als ich in Igelheim mit einer Durchsage im Zug aus dem Schlaf gerissen wurde. „Wegen einer Stellwerksstörung verzögert sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit“.Unbestimmte Zeit? Und ich hab nur 25 Minuten Puffer zum einchecken. Hilft alles nichts – Mit dem Taxi muss es weiter gehen.70Euro Festpreis. Was für eine Scheisse.

Charly Friessem und Frieda Kircher warten schon im Sicherheitsbereich als ich in letzter Minute mit meinem Handgepäck im Boarding bereich an komme.In Manchester klappt dafür alles Bestens. Mittlerweile ist dort auch Gerry Dwenger aus Berlin angekommen und zu viert geht es im Ford Focus 50Km nach Liverpool. Dort haben wir sogar noch Zeit im Hotel ein zu checken und schon geht es zum OE in die Rileys Bar.

Das Einzel ging pünktlich los und die ersten beiden Runden waren relativ leichte Gegner für Charly und mich. In Runde 3 hatte ich dann nen Engländer mit nem Nationaltrikot. Den Namen muss ich mir doch mal raus suchen. Der gute Mann war mir technisch auf allen Reihen überlegen, wie fast jeder Garlando-Spieler. Mir blieb nur der Kampf und mein Jet. Am Ende reichte es im 5. Satz aber nicht mehr. Ich verlor 5:3 und musste in die Verlierer runde. Charly statt dessen schlich relativ unspektakulär von Runde zu Runde Richtung Finale. Im Spiel 9 auf 5 war Rapolas Jamotas aus Litauen sein Gegner. Gegen den hoch talentierten Yougster lag Charly schon 2:0 nach Sätzen vorne, bevor Jamotas sein Spiel fand und im 5.Satz 3:1 in Führung lag. Zu diesem Zeitpunkt musste ich selbst zum Spiel. Ein paar Minuten später kam Charly ganz betrübt an meinen Tisch. Verloren? Nein gewonnen ! Charly ist die Härte ;-)

Von 13 auf 9 besiegte ich John Shevolton im letzten Satz 6:4. allerdings war beim Spiel von 7:5 gegen John‘s Bruder Alex für mich nach der Niederlage im letzten Satz dann Endstation. Charly war hatte statt dessen Guiliano Bentivoglio in der Gewinnerrunde von 5 auf 3 als Gegner. Ich konnte die Partie nur aus den Augenwinkeln während meiner Partie beobachten. Am Ende stand Benti etwas fassungslos neben dem Tisch. Charly hatte wieder zugeschlagen. Alles nur Glück, oder vielleicht doch das Beherrschen einer unkonventionellen Spielweise. Sicher ist letzteres der Fall. Im Finale der Gewinnerrunde war endlich Robert Atha zu sehen. Charly gewann den ersten Satz. Das störte Atha nicht, der dann die Sätze 2 – 4 für sich entschied.

In der Verlierer rundeee besiegte Benti dann Alex Shevolton und verlor gegen Richard Marsh. Der wiederum traf im Einzug Finale auf Charly Friessem. Den ersten Satz gewann Marsh und es sah auch irgendwie nicht danach aus, als wenn Charly ne Chance hätte. Aber im 2. verschoss Marsh 3 Satzbälle und Charly holte den Satz. Und am Ende auch den Sieg und Platz 2. Gegen Atha war zwar nicht mehr viel drin, aber der 2.Platz bei diesem Turnier am Garlando ist ne Hausnummer. Großer Respekt vor dieser Leistung.

Sonntag im Doppel ging es gleich gegen 2 Litauer. 2 knappe Sätze und ein klarer sorgten für einen 3:0 Auftakt. Charly Kommentar: „ Warum schwitzt Du so, kuck mich an – wie Franz Beckenbauer“.In Runde 2 gab es 3 knappe Sätze gegen Boris Atha und seinen jungen Partner. Und Anschließendein 4 Satz Sieg gegen Rapolas Jamotas mit Partner. Von 5 auf 3 stand dann Robert Atha auf der anderen Seite. Wie schön wieder so sehen, welches Vierbesserungspotential man auf der Mitte. Die 3er Reihe dagegen lief immer besser. Wenn man bedenkt, dass alle 3 Sätze 4:5 verloren gingen, weiß man welches Potential man hätte mit einer etwas stärkeren Mitte. Von 5 auf 4 standen nach langemm Warten Jörg Harms und Benti als Gegner fest. Benti, der ein Mammut Programm von geschätzten 8 Disziplinen am ab arbeiten war, sah man die Strapazen an. Vielleicht eine Chance ihn zu schlagen? Es ging auch hier in den finalen Satz, in dem Benti/Harms nach 2 brutalen Krachern von hinten 3:1 vorne lagen. Charly brachte und mit dem 3:2 ran und konnten das 4:2 zwei Mal blocken. Am Ende siegten wir wirklich 6:4. Im Spiel 4 auf 3 war dann Andreas Kovacs, aus Garlando-Österreich und wir verloren in 2 Sätzen.

Robert Atha gewann auch das Doppel ohne Niederlage mit seiner Freundin. Liverpool, eine total geile Stadt, bei der der Hauch von John Lennon und der Sportlegenden ständig in der Luft liegt, war ein Erlebnis und die Strapazen der Anreise wert. Ein fixer Termin im Kalender 2014, das ist sicher. Leider war das abends hell erleuchtete Riesenrad an den Docks am Sonntag nach dem Turnier schon dunkel. Vielleicht bekomme ich im nächsten Jahr mal die Möglichkeit dort ne Runde mit zu fahren.



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