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3.Spieltag - Braddock - Gut Stubb

2012-03-10
von Glocker Patrick - Email:mail@handspiel.de

Am 3. Spieltag stand in Altenkessel der Classico auf dem Programm. Die Gut Stubb Neunkirchen zu Gast bei Braddock Burbach. Da gab es in der Vergangenheit schon einige Klassiker. Allerdings ist die GS NK schon seit 2007 ohne Sieg in irgendeinem Wettbewerb gegen Burbach. Persönlich ging ich optimal vorbereitet in die Partie. Nach dem vergangenen Wochenende in Hoenheim, mit 2 Tage Wettkampfpraxis auf hohem Niveau am Bonzini, legten Martin Drumm und ich am Dienstag noch ne Sonderschicht Einzel über 10 Sätze, auf ITSF Niveau, ein. Donnerstag dann noch ne Einheit am Bonzini nach Saarlandregeln. Damit sollte die Vorbereitung als Ausreichend zu nennen sein. Im ersten Doppel waren meine Gegner Braun/Heldberg. Braun legt den ersten Ball durch und verschießt. Ich bekomme 2 Bälle und verschiesse ebenfalls. Braun bekommt den Ball und trifft. Doch ab dann spielen nur Didion und ich. Patrick D passt gut auf mich, ich passe ab dem Zeitpunkt alles durch, und blocke zudem alles in ITSF Manier, also ohne die Bande zu quälen. Innerhalb von kurzer Zeit steht es 3:1. Heldberg wollte mich mit durchgedrückter 2er halten. Da komme ich aber locker vorbei. 3:2 resultiert aus einem verunglückten Pass. Patrick D antwortet mit einem super schrägen Schuss zum 4:2. Ich lege nach zum 5:2. Dann bekommt C. Braun den Ball und nimmt ein Time-Out. Ich verlasse kurz den Raum und als ich zurück komme, hat Patrick D den Ball auf der 2er Reihe. Was war passiert. C.Braun hatte beim Time-out den Ball geschossen. Dies gilt als Training und ist seit 2012 nicht mehr erlaubt. C.Braun argumentiert gegenüber dem Schiedsrichter Heiko Heil, man könnte doch auf so etwas hinweisen, und überhaupt ist es doch Bonzini und man solle froh sein, dass man angetreten ist. Heil antwortet, als Spieler einer Spitzenmannschaft in der Landesliga sollte man das Regelwerk kennen. Es bleibt jetzt jedem selbst überlassen, die Argumente zu bewerten. Meine kann sich jeder denken. Braun äußert auf spezielle Art,unter anderem bekommt mal wieder unser schöner neuer Bonzini was ab, seinen Unmut, so das ihm Heiko Heil unmissverständlich klar macht, dass jede weitere Aktion dieser Art seine letzte sein wird. Die Ansage war deutlich und zeigte Wirkung. Patrick D beendete den Satz gleich drauf mit einem Schuss in das kurze Eck.


Im 2.Satz wechselten die Neunkircher die Positionen. Das Spiel wurde rustikaler. Aus Sorge um unseren Bonzini versuchte ich schneller zu Passen. Ich treffe zum 1:0. Heldberg gleicht aus. Seine Defensivarbeit trägt Früchte. Patrick D bleibt an seinen Figuren hängen. Heldberg hat 3 x die Chance zur Führung doch vergibt diese innerhalb weniger Sekunden. Ich nutze vorne meine Bälle und wir entscheiden den Satz zur 4:0 Führung für Burbach.


Im 2. Doppel spielen Drumm/Haas gegen Reinermann Feldes. Eric R spielt sehr konzentriert kann aber seine Bälle nicht alle verwerten. Die beiden Burbacher spielen viel zu schnell und unkonzentriert. Am Ende setzt sich das starke technische Spiel auf der Mitte von Martin Drumm durch, und das Haas trotz schnellem Spiel keine Bälle verliert. 6:4, 6:3 – 8:0 Burbach


Im 3.Doppel spielen Kühnreich/Schmidt gegen Bock/Sroka. Bock hat beim Stande von 0:0 4-5 Bälle auf der 3, bekommt aber keinen Schuss raus. Schmidt trifft, Kühnreich 2 von hinten mit gegenerischem Figurkontakt, also abgefälscht. 3:0. Sroka spielt saubere Pässe. Bock trifft. Apropos Sroka! Während meiner Partie hörte ich in einem Dialog mit Martin Drumm die Aussage.“wenn es mal gar nichts anderes mehr gibt, dann spiele ich Bonzini“. Martin antwortete:“ In der Steinzeit waren die mit der Keule so lange aktuell bis jemand mit Pfeil und Bogen gegenüber trat.“ Lassen wir uns mal überraschen wie weit er mit der Keule noch kommt.


Zurück zum Spiel. Die Burbacher beenden den Satz zum 6:1. Im 2.Satz führen Schmidt/K 3:1. Doch jetzt kommt Bock ins Rollen. Dreht die den Spielstand zum 3:4 aus Burbacher Sicht kann dann aber mehrere Satzbälle nicht verwerten. Sroka lässt 2 Bälle hinter dem Torwart hinein rollen und der Satz endet 6:4. Mindestens 2 unglücklich verloren Punkte für Neunkirchen bringen die 12:0 Führung für Burbach.


Im 4. Doppel begann Stefan Elgas furios auf der Mitte und hatte 4 Bälle auf der 3er. Fuhrmann/Ingenbrand sind Anfangs mal wieder viel zu schnell unterwegs. Das Spiel spiegelt die Doppel 2 + 3 wieder. Die Vorderleute aus Neunkirchen können ihre Chancen nicht nutzen und mit der Zeit treffen die Burbacher. So auch hier. Mit Treffern von vorne und von hinten getht der Satz 6:2 nach Burbach. Im 2.Satz wechseln die beiden Stefans (Sachse/Elgas) die Positionen. Ingenbrand , der sein Spiel auf der Mitte in Richtung ITSF-Style um stellt, hat die damit verbunden normalen Probleme. Trifft aber auf dann auf der 3er wieder und wird von Fuhrmann unterstützt. Auch dieser Satz 6:2.


Dann treten Kosar/Stalter gegen Arend/Holers an. Kosar verschießt viele Bälle und bestätigt sein Trainingsdefizit. Arend trifft von hinten. Sepp Stalter hat Holers gut im Griff so dass es im ersten Satz gerade noch zu einem 5:5 reicht. Der 2 Satz verläuft ähnlich und endet 6:4 – Zwischenstand 19:1


Im letzten Doppel führen Klein/Klein 3:1 gegen Kauth/Junk.Jürgen hat Eck gut im Griff, verliert aber zu viele Bälle, so dass Eck doch wieder ins Spiel kommt. Ralf hat keinen Fehlschuss, kommt aber erst wieder bei 3:5 zum Zug. Hier bekommt er 2 Bälle und verwandelt zum 5:5.


Im 2.Satz spielt Kauth in der Form von Hoenheim, wo er das Senioren Doppel gewinnen konnte. Und gewinnt 6:3.


Endstand 22:2

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Fazit: Burbach spielt seit 14 Monate seine Ligaspiele am Bonzini. Mit dem Spiel an diesem Tisch, unter ITSF Regeln, lernt man Tischfussball spielen. Man feilt seine Technik und bekommt Sicherheit. Sicherheit, die einem auch am Hansberg Vorteile verschafft.Das typische Hansbergspiel bringt hausgemachte Gegner mit sich. Unrunde Bälle, kaulen im Boden, offene Banden, un symetrische Figuren, unterschiedliche Abstände von Figur-Fuss zum Boden und natürlich die Spielweise, bei der der Gegner die Gummis und das eigene Spiel unzulässig strapaziert.


Vergangenes Wochende waren 12 Burbacher Spieler in Hoenheim beim ITSF:Masters am Start, davon 8! aus der ersten Mannschaft. Der Wettkampf, oder die Wettkampfpraxis bestimmen in unserem Sport über Form / Tiefs und Sieg / Niederlage. Zur Zeit meinen in der Landesliga immer noch zu viele Spieler, sie könnten den Satus Spitzenspieler mit einem Ligaspiel pro Woche aufrecht erhalten. Diese Strategie geht vielleicht dann noch auf, wenn es alle so machen. Das Turnierangebot am Bonzini wird immer größer und die Teilnehmer am Turnierbetrieb werden auch in der Liga vorne stehen. Alles andere würde nicht mit rechten Dingen zu gehen. Es kann nie eine Niveausteigerung erreicht werden, wenn man 1 mal pro Woche 2 Sätze spielt, auch wenn es dazu noch ne Trainingseinheit unter der Woche gibt. Für die Wettkampfpraxis, die ich Beispielsweise auf nem Challenger an einem Tag sammele, brauche ich in der Liga 4 Wochen und mehr.


Egal wie alt ich bin, und in welcher Klasse ich spiele. Wenn ich meine persönliche Leistung steigern will, muss ich zu Wettkampf kommen. Wenn ich mich am Hansberg steigern will, spiele ich Turniere am Bonzini. Hansberg Turniere gibt es ja immer weniger, weil es keinen Tischhersteller gibt. Anfangs wird es ein paar kleine Pannen beim Wechseln Hansberg – Bonzini und zurück geben. Aber das legt sich, und dann sind die Erfolge zu spüren.


Nächste Woche ist Bundesliga und dann steht die Partie in Ensdorf an. Aus Erfahrung da spielt eine Burbacher Mannschaft dort besser mit Schiedsrichter.




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